Kirkenes Chaos Club


Eine Spedition zum Verlieben...

Interner Wahnsinn - Falscher LKW, 51 Tonnen und Berge

By Onkel Flaschenbier   |   21 Oct 2021 10:26 UTC | Updated on 21 Oct 2021 10:35 UTC

Gestern ist uns etwas passiert, davor graut es doch jeden Spediteur. Alle LKW's, die eigentlich für diesen Schwerlastkonvoi eingeplant gewesen sind, waren in der Werkstatt zum Service und wir haben nur die Ersatzfahrzeuge gehabt.

Der Schwerlastkonvoi

Eigentlich sollte es ein einfacher Auftrag werden, aber dies war nicht der Fall. In Hannover haben wir 10 LKW Ladungen Betonträger auf ihre Abholung nach Genua in den Hafen gewartet, eigentlich ein Kinderspiel. Hinfahren, aufladen und im Konvoi nach Genua, so war der Plan.

Leider hat jemand im Büro aber richtigen Bockmist gemacht und alle LKWs waren im Service und es stand uns nur ein fast 15 Jahre alter Fuhrpark zur Verfügung und das auch nur mit 320PS. Ok, 1100 km Autobahn sollten ja kein Problem sein, wenn der Konvoi rollt, dann sollte es auch klappen.

Aber wie es auch immer so ist, war die A5 wegen eines Unfalls voll gesperrt und wir mussten über die A7 ausweichen. Unser einziges Problem dort waren die Kasseler Berge aber die haben die alten Kisten doch mit würde gemeistert zur Überraschung aller Fahrer (Okay, was im Funk los gewesen ist, erwähnen wir besser nicht).

Weiter ging es, nur die Konvoi spitze mit Navi, der Rest muss den anderen hinterherfahren. Kurz vor Vaduz bekommt der Chef einen Anruf, dass wir keine Transportgenehmigungen bekommen haben für die italienischen Autobahnabschnitte A22 nach Verona sowie die A9 und A50 für unseren Transport gesperrt sind. Wir mussten uns dann am Zoll in Liechtenstein erstmal herumärgern und haben dann eine Freigabe bekommen für den Bergpass nach Italien von den Schweizer Behörden.

Als wir endlich los sind, musste sich einer der Chefs natürlich noch verfahren, in der Kolone fahren ist wohl zu schwer. Als er wieder da gewesen ist, lief es eigentlich auch ganz gut. Nach einigen engen kurzen hat es dann bei einigen LKWs geknallt und wir mussten erstmal Reifenwechseln mitten im Pass, zur Freude der Schweizer Polizei, den die waren der Meinung, wir blockieren die Straße und haben uns ein Bußgeld für 8 im Halteverbot stehenden LKWs verpasst.

Wir rollten wieder und das aber nur einige Kilometer. Eine Steigung von 10 % hat uns fast bezwungen. Wir haben die Schleppstangen ausgepackt und dann ging es im Verbund nach oben, ein LKW nach dem anderen. Der Bergpass war bezwungen. Für 100 km haben wir zwar 10 Stunden gebraucht, aber es war geschafft. Italien war zum Greifen nah. Als wir endlich auf der Autobahn waren, ging es schnell vorwärts und als der Hafen von Genua zu sehen gewesen ist, war die Erleichterung bei den Fahrern groß.

LKWs im Hafen zum Abladen geparkt, das Schiff war zu unseren Gunsten auch noch nicht da, also alle zum Spaghetti Essen um die Ecke eingeladen und den Feierabend bei einem großen Bier genossen. Der Sieg war unser.

Aber eins wussten Sie bis dahin nicht, der LKW muss wieder zurück in die Zentrale und das ganze mit einer Ladung und kleinen Umweg über Budapest. Den auf dem Schiff war eine Ladung für uns: Asphaltfräsen für Budapest und im Budapest stehen ein paar alte Loks, die nach Hannover in das DB-Werk sollen.

Paar Bilder der Tour:

Information


Tag: KirkenesChaosClub
Language: German
Created: 22 Mar 2021 23:48 UTC
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